Essays / s /

MPortable II ein mobiler Speicher für Fotografen

Mit mobilen Datensafes hatte ich bislang wenig gute Erfahrungen. Mangels Alternativen nahm ich deshalb auf Reisen mehrere SD-Speicherkarten wohl wissend mit, dass ich ohne eine Backup-Möglichkeit ein erhebliches Risiko eines Datenverlustes eingehe. Jetzt wage ich mit der MPortable 2 einen neuen Anlauf. Die 240 GB-Version musste ich vorbestellen. Sie soll nun in der 48. KW geliefert werden.

Update 12.12.2016
Anstatt 240GB bekam ich ein Gerät mit 256GB geliefert. Der erste Eindruck war etwas verhalten. Auf der Verpackung war nicht vermerkt, welche Version geliefert wurde. Auch war die Verpackung weder versiegelt, verschweist oder sonst gesichert. Ein Gebrauchteindruck machte sich bei mir breit. Nach dem Öffnen kam auch nicht so richtig Freude auf. Die Frontabdeckung hat sich (transportbedingt?) vom Gehäuse gelöst und ließ sich leider nicht komplett in die Gehäuseöffnung einrasten. Sonst war alles soweit in Ordnung.

Aufladung und Ersteinrichtung gingen problemlos von der Hand. Die WLAN-Funktion habe ich mit dem Samsung Smartphone und Tablet erfolgreich einrichten und nutzen können. Die Bildanzeige der RAW-Files hakt nach drei bis vier Bildern, was der Datenmenge einerseits und der Übertragungsrate geschuldet sein dürfte.
Update 20.12.2016
Am 15.12.2016 habe ich die Platte eingeschickt und bekam sie am 20.12.2016 schon wieder zurück. Der Fehler wurde behoben. Was für ein Support! Hut ab!

Lightroom tunen

Schritt 1

Bilddateien innerhalb des Lightroom-Kataloges auf ein externes Laufwerk verschieben. Das dauert bei 50.000 Pics eine Weile. Mehr als vier Ordner habe ich parallel in Lightroom über Nacht nicht verschoben. Wollte nicht einen Absturz von LR provozieren.

Festplatte mit Windows Bordmitteln bereinigen und defragmentieren.

Problem:
Unter Laufwerkseigenschaften C konnte ich die Defragmentierung nicht aufrufen. Unter Ausführen defrag C: /U funktioniertes es aber.

Festplattenpartition verkleinern.

Image mit bootfähigem Medium auf externen Laufwerk erstellen.

Problem:
Ein Backup konnte mit Windows 7 64bit nicht erstellt werden. Ergebnis von CHDISK: Volume ist fehlerfrei. Bloß keine Freeware von Drittanbietern verwenden. Ihr fangt Euch bloß noch mehr Datenmüll ein. Deshalb habe ich zwangsweise Acronis True Image Home 2017 verwenden müssen.

Schritt 2

Festplatte (1,5 TB) ausbauen und SSD 525 GB einbauen.

PC mit bootfähigen Medium neu starten und Image aufspielen.

Schritt 3

2. SSD 1 TB in Rechner einbauen, in Lightroom registrieren und Lightroom Katalog dorthin verschieben.

Kosten:

SSD 1 Crucial MX300 525 GB 2.5 Zoll TLC SATA inkl. Versand 126,89 EUR
SSD 2 Crucial MX300 1 TB, 2,5 Zoll SATA inkl. Versand 240,31 EUR
Einbaurahmen für 2 SSD's 2,5 Zoll 5,90 EUR
Acronis True Image Home 2017 Dauerlizenz für 1 Windowsrechner 29,99 EUR

Ja und etwas Zeit bitte mit einrechnen.

Irland - Reisevorbereitung

Die Frage nach dem richtigen Equipment für die Outdoor- bzw. Landschaftsfotografie stellt sich sehr häufig, die mich inzwischen auch erreicht hat. Es geht nach Irland. Wir werden viel zu Fuß unterwegs sein. Also, was nehme ich da alles mit?

Als Transportesel habe ich mich für die Manfrotto Professional Slingtasche 50 MB-S-50BB entschieden. Sie geht mit ihren Außenmaßen noch als Handgepäck im Flugverkehr durch und ich muss die 10 kg-Grenze bei Aer Lingus beachten.

Neben der EOS 70D kommen das Tamron 15-30mm F/2.8 sowie das Canon EF 24-105mm F 4.0 zum Einsatz. Testen werde ich nun auch erstmals den Tragekomfort der Cotton Carrier Weste. Bei Regen kann ich mir problemlos ein Cape überwerfen und die Kamera ist geschützt. Zusätzlichen Schutz erhoffe ich mir von der Schutzhülle von Peak Design Shell L. Auch die kommt zum ersten Mal zum Einsatz.

Als Reisestativ verwende ich das Rollei Compact Traveler Mini M-1 mit einer maximalen Traglast von 8kg.

Pol- und Graufilter sind ebenso an Bord, sowie mehrere 64GB SD-Speicherkarten in einer staub- und wassergeschützten Box, Ersatzakku, Fernauslöser, eine LED-Taschenlampe und der Outdoor Powerbank RAVPower10050 mAh 3,4A zur Aufladung des Smartphones. Die Nutzung von GPS und Maps.me braucht eben Strom.

Originaltöne fange ich mit dem Zoom H1 MB Stereo Audiorekorder ein. 

Die 10 kg-Grenze habe ich damit noch einhalten können.

Update 24.01.2017

Die große Erkenntnis der Irlandreise war, dass der irische Regen mit dem in Deutschland nicht einmal ansatzweise vergleichbar ist. Nur die Peak Design Skell konnte den Wassermassen standhalten. Wasserdicht ist nicht mit regendicht zu vergleichen.Die Profis in unserer Reisegruppe sprachen von 2.000 mm Wassersäule aufwärts. Der Fotograf sollte deshalb auch an sich denken und sich vernünftige Outdoorbekleidung zulegen, sonst wird das Fotografieren echt zur Qual. Die Regencapes der Rucksäcke hatten keine Chance. Meine Canon hat das alles dennoch gut weggesteckt, aber mit diesen Erfahrungen bedarf ein neuerlicher Tripp in solche Regionen einer massiven wettergerechten Aufrüstung.