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Fotobuch von Saal-Digital

Das menschliche Gehirn speichert Bilder schneller und besser ab, als irgend welche andere Informationen. Deswegen schauen wir uns wahrscheinlich so gern Fotoalben und -bücher an. So bleiben gemeinsame Erlebnisse immer in Erinnerung und können bei Bedarf wieder aufgefrischt werden.

Für den Kurzurlaub 2014 in Wörlitz habe ich das Hardcover Fotobuch des Anbieters Saal-Digital ausprobiert. Die Software in der Windows-Version kann von der Webseite heruntergeladen und als Stand-Alone-Anwendung installiert werden. Die aktuelle Version 3.2.40 läuft unter Windows 7 64 bit problemlos und benötigt mit 10,2 MB wenig Speicherplatz.

Nach erfolgter Installation und Start der Software öffnet sich ein übersichtlich und strukturiertes Programmfenster., welches sich in 3 Teile gliedert. Anfangs sind die Funktionen noch inaktiv. Aktiv werden sie erst nach Auswahl eines der zahlreichen Produkte. Meine Wahl fiel auf das Fotobuch 42 x 28 Cover / Umschlag: glänzend, Innenseiten-Oberfläche: glänzend, 38 Seiten + Cover mit weißer Geschenkverpackung. Aus aktuellen Anlass kam mir letztere sehr entgegen. Seitenanzahl und Gestaltung des Covers vorauswählen und unten rechts auf den Button Gestalten klicken. Und schon kann es losgehen.

Jetzt musste ich mich nur noch entscheiden, ob ich mit leeren Buchseiten oder mit vorgefertigten Layouts arbeiten wollte. Es empfiehlt sich, immer mit einer leeren Buchseite zu beginnen. Damit lernt man die Funktionsweise der Software besser und schneller kennen. Zum Einstieg gibt es auf der Webseite auch ein Einführungsvideo. Das sollten man sich vorab ruhig mal anschauen.

Den zuvor von mir erstellten Fotobuchordner habe ich auf der linken Seite im Explorerbaum angewählt und mir wurden die darin hinterlegten JPEG-Dateien im darunter befindlichen Fenster angezeigt. RAW-Dateien werden nicht angezeigt. Ich war somit startklar.

Was mir persönlich an dieser Stelle nicht gefallen hat, war die fehelnede Einstellungsmöglichkeit, Helligkeit und Hintergrund des Bearbeitungsfensters ändern zu können. Ich arbeite regelmäßig in Lightroom und habe mich dort für das schwarze Anzeigenlayout entschieden. Hier konnte ich das nicht.

Das von mir gewählte Buchformat 42 x 28 hat zur Folge, dass im wesentlichen Bilder im Querformat zum Einsatz kamen und hierzu habe ich mir dann aus der rechten Spalte zu den Bildmotiven passende Layouts per Drag & Drop auf die leeren Seiten gezogen und die Bilder ebenfalls per Drag & Drop in die Seitenlayouts gezogen. Meine JPEG's hatte eine durchschnittliche Größe zwischen 9 bis 12 MB. Deshalb dauerte es einen kleinen Moment, bis die Bilder angezeigt wurden. Die Auswahl von Designs und Layouts ist völlig ausreichend. Über den DesignManager können offenbar eigene Designs entworfen und gespeichert werden, was ich aber nicht getetstet habe.

Positiv finde ich, dass die ausgewählten Layouts geändert werden können. Einfach an den Anfassern die gewünschte Größe aufziehen und fertig. Der Individualität & Kreativität sind somit keine Grenzen gesetzt. Für die, die es noch individueller haben wollen, stehen Textfelder, Cliparts, Hintergründe und diverese Schriftarten zur Verfügung. 

Dem Einführungsvideo folgend ist das Buchprojekt am Anfang zu speichern. Eine automatische Speicherfunktion nach Zeitintervallen habe ich in den Programmeinstellungen nicht gefunden. Ich habe deshalb immer wieder zwischendurch manuell abgespeichert.

Hilfreich sind die Warnhinweise bei Beschnittüberschreitung im Zusammenhang mit der Einfügung von Textfeldern. Der Warnhinweis ist mit Erklärungen hinteröegt. Wer schon einmal ein Fotobuch erstellt hat, wird mit dieser Software schnell warm. Große Eingewöhnungsprobleme hatte ich nicht. Da ich eher der klassische Typ bin, habe ich die vielen kleinen Spielerein im Programm gar nicht erst ausprobiert. Dies bot sich beim Buchthema auch nicht an.

Schlussendlich prüft das Programm selbständig das erstellte Buch auf Fehler und listet diese in einem Protokoll auf. Die angezeigten Fehler können behoben und ignoriert werden. Bei mir waren es unausgefüllte Textfelder, die ich nicht benötigte und einfach löschen konnte. Der Bestellvorgang ist einfach gehalten und eine bestellung auf Rechnung ist nicht alltäglich. Ist alles erledigt, kümmert sich das Programm und den Upload, der bei mir für 260 MB ca. 39 Minuten bei 960 kBits/s dauerte. Der Upload verlief fehlerfrei und auf die Eingangs-/Bestellbestätigungsmail musste ich auch nicht lange warten. Nun heisst es warten. Den Beitrag werde ich dann ergänzend fortführen und mein persönliches Fazit ziehen.

Es kam ein riesiges Paket an. Die Verpackung ist sehr gut und der Inhalt durch entsprechende Posterung gegen Beschädigungen von außen geschützt. Ich habe die Geschenkverpackung in weiss bestellt und allein schon der erste Eindruck ließen die Augen meiner Frau aufleuchten. Ja so soll eine Geschenkverpackung aussehen. Wer seinen Liebsten oder guten Freunden wirklich etwas hochwertiges schenken möchte, sollte auf die Geschenkverpackung nicht verzichten. Der praktische Magnetverschluss verhindert Unebenheiten auf der Außenseite der Verpackung. Das ganze wirkt wie aus einem Block zu sein. Das darin befindliche Fotobuch 42 x 28 Cover / Umschlag: glänzend, Innenseiten-Oberfläche: glänzend, 38 Seiten + Cover kam mir anfangs sehr spielig vor. Nach dem Herausnehmen war ich aber vom Cover schon begeistert. Die bedruckten Innenseiten fesseln sofort den Blick des Betrachters. Das Papier ist sehr hochwertig und glatt, was etwas Probleme beim Umblättern bereitet. Ich hatte immer das Gefühl, zwei Seiten zugleich umzublättern, weil das Papier so stark ist. Die glänzende Oberfläche ist ein echter Hingucker. Zukünftig werde ich mich wohl immer für glänzende Oberflächen entscheiden. Einige Bilder habe ich beide Buchseiten drucken lassen. Der Mittelfalz wirkt überhaupt nicht störend. Die Bildqualität entsprach auch meinen Endvorgaben aus Adobe Lightroom, obwohl ich ohne Bildschirmkalibrierung arbeite. Rund herum ein Top-Produkt.

Mein Testfazit fällt sehr positiv aus. Von der Software für die Buchgestaltung, über die Gestaltungsmöglichkeiten selbst, der Bildupload und Lieferzeit und Qualität des Endprodukts ist Saal-Digital ein ernstzunehmender und zu sehr empfehlender Fotobuchanbieter. Einen zusätzlichen Nutzen bringt die Opition Fotoprojekt. Dort besteht nicht nur die Nachbestellungsmöglichkeit, sondern das erstellte Fotobuch können sich Familien, Freunde, Verwandte und Bekannte online ansehen. Saal-Digital fasst diesen Service kurz so zusammen:
• Online Ansicht – sehen Sie sich Ihre Fotoprodukte jederzeit online an
• Teilen-Funktion – mit dieser Funktion können Sie Ihr Fotoprodukt online mit Freunden oder Familie ausschließlich zur Ansicht teilen
• Teilen und Bestellen – leiten Sie einfach den Link an Freunde und Verwandte weiter, diese können das Projekt ansehen und direkt für sich bestellen
• Einbetten Ihres Projektes – Betten Sie Ihr Projekt z. B. auf Ihrer Webseite ein und geben Sie Ihren Besuchern die Möglichkeit einer Direktbestellung
• Nachbestellservice – bequem online Ihr Fotoprodukt nachbestellen 

Saal-Digital ist wirklich eine sehr gute Empfehlung.

HDR-Bildbearbeitung

Bei ungünstigen Lichtverhältnissen sind oft unter- oder überbelichtete Bildbereiche in einer Aufnahme vorhanden, wo sich jeder fragen muss, worauf es im Bild eigentlich ankommt. Dieses Problem besteht oft bei spontane Aufnahmesituationen. Geht man aber gezielt vor, sind Verlaufsfilter oder Reihenbelichtungen ein Lösungsansatz. Reihenbelichtungen fügt man dann mit einer geeigneten Software zu einem Bild zusammen und es besteht die Möglichkeit, die Belichtung gezielt so zu setzen, um alle Bildbereiche korrekt zu belichten. Im Ergebnis entseht ein etwas unnatürlicher Look. Der HDR-Look ist nicht jedermans Sache, hat sich jedoch zunehmend als Bearbeitungs-/Entwicklungsstandard etabliert.

Zum Einstieg möchte ich auf diese Anleitung hinweisen, die für den Anfänger alles wesentliche beinhaltet und sofort umgesetzt werden kann.

Ich habe bislang nicht mit Reihenbelichtungen gearbeitet und statt dessen ein HDR aus nur einer RAW-Datei generiert. Die Entwicklung mache ich entweder nur in Lightroom oder mit externer Software. Die Ergebnisse sind brauchbar, jedoch geht das noch deutlich besser.

AV Show

Für die Präsentation der digitalen Bilddateien bieten sich neben Fotobüchern und dem herrkömmlichen Ausdruck und Ordnung in Bilderalben inzwischen auch die Formen der Dia- bzw. AV-Shows an. IMittlerweile gibt es ausgereifte Software, um solche ambitionierten Projekte auch im Consumer-Bereich umzusetzen. Die Gestaltung einer AV-Sho sollte auf jeden Fall sorgfältig vorbereitet werden und beginnt eigentlich schon vor einer Feier, Reise oder Fototour.

In der Nachbearbeitung macht es sich bezahlt, wenn man sich unterwegs Notizen, Audioaufzeichnung und Fotos mit geographischen und sonstigen Hinweisen macht. Wer seine Fotos mit GPS-Daten versehen kann, kann anhand dieser Daten eine Fototour sehr gut in Lightrooms Kartenmodul nachvollziehen. Lightroom bietet zwar eine Diashow-Ausgabe mit Musikuntermalung an, jedoch wird der Umfang nicht den eigentlichen Ansprüchen gerecht werden.

Folglich sind Produkte von Drittherstellern noch die bessere Wahl, jedoch mit nicht unerheblichen Kosten verbunden.

m.objects Version 7.0 kostet in der Basic-Version 99,00 EUR. Wings Platinum von AV Stumpfl ist in der Basic-Version kostenlos und die Starter-Version beginnt bei 249,00 EUR netto. Magix bietet bietet seine Fotostory 2015 Deluxe für 69,99 EUR und für die Diashow 9 von Aquasoft sind 49,00 EUR fällig.

Für den Privatgebrauch ist die Vertonung einer AV-Show sicher nicht das Problem, wer eine gut ausgestattete Musikdatenbank sein eigen nennt. Will man jedoch einen Kurzfilm, Trailer oder eine ganze Show der Öffentlichkeit präsentieren, sind die Musik- und Urheberrechte zu beachten. Hilfe gibt es hier. Wer kreativ genug ist, kann sich seine Sounds auch selbst komponieren.