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3. Leipziger Fotomarathon

Das Wetter meinte es mit dem Veranstalter und allen Teilnehmern mehr als gut. Es gab Sonne satt. Mit etwas Verspätung gab es am Start die ersten beiden Themen: Füreinander/Miteinander und Weggefährten. Danach folgten Wildnis in der Stadt und pulsierendes Leipzig und zum Abschluss waren Neue Wege und Leidenschaft thematisch abzuhandeln. Dem etwas namentlich kreativlosen Sonderthema Leipziger Lebensadern - Wasser, Energie, Verkehr habe ich mich zum Abschluss meiner 7 1/2 stündigen Marathontour durch Leipzig auch noch gestellt.

Sämtlich Spots habe ich zu Fuß angelaufen und kam mit der Zeit ganz gut zurecht. Für die Teilnehmer gab es nicht nur die Themen, sondern auch Getränke, Snacks und Obst. Obwohl ich mich etwas abseits der zentralen Wegstrecken bewegte, traf ich in regelmäßigen Abständen den einen oder anderen Teilnehmer, manche sogar mehrfach.

Mit den letzten 3 Themen hatte ich anfangs so meine Umsetzungsschwierigkeiten. Von da an ging ich spontan auf Motivsuche. Mit etwas Glück und Auge konnte ich zu allen Themen je ein Foto am Ende einreichen. Bei alkoholfreien Hefeweizen habe ich dann in Schreber's Gartenkneipe meine Bildauswahl getroffen.

Es durften insgesamt nur 8 Bilder auf der Speicherkarte sein. Er hier fiel meiner Zensur leider auch zum Opfer.

Was für mich zählt, ist die gemachte Erfahrung und der Spaß an der Fotografie. Nächstes Jahr werde ich hoffentlich wieder teilnehmen können und vielleicht dann nicht allein auf Motivjagd gehen.

Zu den Siegerfotos 2015

Leipzig bewegt

So lautet das Motto des diesjährigen Leipziger Fotomarathons, zu dessen 3. Auflage ich mich angemeldet habe und am 12.09.2015 auf Motivjagd gehen werde. In Vorbereitung gehe ich eine Woche vorher die Strecke schon einmal ab, um in Frage kommende Orte ausfindig zu machen. Ferner will ich abchecken, ob die einzelnen Spots innerhalb des Zeitfensters zu Fuß angelaufen werden können.

Die Themen werden erst am 12.09.2015 an den jeweiligen Spots bekannt gegeben, so dass für ausreichende Überraschungsmomente gesorgt sein sollte.

05.09.2015

So, die Strecke habe ich abgelaufen und die drei Spots sind bequem im Zeitlimit zu erreichen. Die Entdeckung des alten Johannisfriedhofs war schon so eine Überraschung.

Nach genau vier Stunden war ich wieder am Bahnhof. Also, es ist für den 12.09.2015 genug Zeit, auf Motivjagd zu gehen.

Spot1 nach dem Start im Leipziger Hauptbahnhof ist der Lene Voigt Park. Fa weht noch ein kleiner Hauch von "Geschichten hinter vergessenen Mauern".

Von dort geht es zur LVZ in den Petersteinweg. Ich habe den Weg über den Bayerischen Bahnhof gewählt. Dort herrscht ein buntes Treiben.

S-Bahn Station Bayerischer Bahnhof

Vom Spot 2 ging es über die Straße des 17. Juni dann weiter in Richtung Musikerviertel. Da kreuzten sich die Wege mit der Eat The World Tour "Südvorstadt". Da erwartete mich eine tolle Location.

Spot 3 war von dort aus nicht mehr weit entfernt. Vom Leipziger Stadthafen darf man noch nicht soviel erwarten. Er steckt noch in den Kinderschuhen und es sieht alles noch sehr improvisiert aus. Er hat auf alle Fälle Entwicklungspotential. Weiter ging es in Richtung Waldstraßenviertel und zurück zum Hauptbahnhof. Das Westin versprühteetwas Feuchtigkeit, die am 12.09.2015 bitte ausbleiben möge.

Feuerwerk fotografieren

Am 08.08.2015 machen die Pyro Games "Duell der Feuerwerker" in Gräfenhainichen Ferropolis "Stadt aus Eisen" Station und die fc hat hierzu einen Workshop angeboten. Diesen nehme ich gern mit. Ferropolis by night war schon immer bei mir in der Projektplanung. Die Kombionation mit Feuerwerk klingt sehr vielversprechend.

Meine Einschätzung:

Der Workshop wurde kurzfristig mangels Teilnehmer und Wetter abgesagt. Ich wollte dennoch hinfahren. Vielen Dank an Hans Jürgen Schmiechen und Helena Wezel, die mir zum individuellen Eintritt inkl. Fotopass verhalfen.

Die Location kannte ich bereits. Die Suche nach einem geeigneten Standort gestaltete sich etwas schwierig, weil ich einen größtmöglichen Abstand zum Geschehen haben und die Bagger mit ins Bild nehmen wollte.

Fotografiert habe ich bei ISO 100, Brennweite 24 mm an der EOS 70D mit den Blenden 8/9/10, MF auf unendlich und Kabelfernauslöser. Die Belichtungszeit habe ich im Bulb-Modus individuell zwischen 1 bis 6 Sekunden gewählt. Bei einigen Aufnahmen habe ich einen schwarzen Karton vor das Objektiv gehalten, um mehrere Explosionen ins Bild zu bekommen. 3 der 4 Serien habe ich im Querformat aufgenommen. Nach der 2. Serie habe ich noch einen entfernteren Standort eingenommen, wobei hier die Sicherheitsbeleuchtung die maximale Entfernung von vornherein festlegte.

Mit 24mm an der APS-C Kamera ist die Brennweite nicht ausreichend gewesen, um das gesamte Feuerwerk ins Bild zu bekommen. Ein Kollege neben mir fotogrfierte mit Brennweite 18mm an einer Crop-Kamera und hatte dasselbe Problem. Ob es mit einer Brennweite 10/11mm an einer Vollformatkamera ausgereicht hätte, kann ich nicht beurteilen, würde es eher anzweifeln. Mit Fisheye sollte es auf jeden Fall gehen.

Die Feuerwerksserien liefen zum Takt der Musik. Leider waren es mir unbekannte Titel, so dass ich nicht vorahnen konnte, wann mit welcher Intensität und in welcher Höhe das Spektakel in der Luft stattfindet. Bei der 3. und 4. Serie habe ich mehrfach den Kameraausschnitt neu festgelegt und dadurch weniger Aufnahmen machen können. Die 10 Minuten pro Serie waren sehr schnell vorbei.

Fazit:

Ich werde das Thema sicher noch einmal aufgreifen und aus den bisherigen Erfahrungen die richtigen Schlüsse ziehen. Ein paar Aufnahmen sind mir dennoch gelungen.