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Fotograf - der beste Job der Welt?

Soweit scheint es zumindestens Corwin von Kuhwede auf www.merkesdir.de zu sehen, dessen Aufruf zur Teilnahme an einer Blogparade mich zu den nachfolgenden Zeilen veranlasst hat. 

Job = ausgeübter Beruf/Arbeit(sstelle)/Anstellung/Metier/Tätigkeit usw. Der Sammelbegriff Job steht für vieles und gemeint sein dürfte wohl die ausgeübte Tätigkeit. Fotograf ist wohl einer der wirklich letzten "Freien Berufe", die es noch gibt. Jeder kann und darf sich Fotograf/in nennen, ohne hierfür einen Berufsabschluss erlangen zu müssen., was nicht negativ klingen soll. Ich bin auch als Freiberufler tätig, jedoch war dies mit einem langen Ausbildungsweg und Erfüllung diverser Zulassungsvoraussetzungen verbunden, deren Einhaltung von einer berufsständischen Kammer überwacht werden.

Da hat es ein Fotograf scheinbar einfacher. Als Hobbyfotograf habe ich zu Beginn ein Individualcoaching absolviert und bringe mir seitdem alle weiteren wichtigen Dinge unter Einbeziehung von Videopodcast, Schulungs-DVD's usw.auch selbst bei, schaue mir Tipps und Tricks bei Gleichgesinnten ab und mache Fotos und betrachte Fotos anderer. Es ist und bleibt ein Hobby.

Der Beitrag beschäftigt sich im wesentlichen mit den angenehmen Seiten des Fotografendaseins. Ziehmlich einseitig betrachtet, finde ich. Wer die Fotografie zu seinem Beruf macht, muss davon Leben können. Daher unterliegt der Beruf als Fotograf auch wirtschaftlichen Zwängen, wie jede andere freiberufliche oder selbständige Tätigkeit. 

Wirtschaftliche Zwänge und Abhängigkeiten können sich unter Umständen sehr negativ auf die Kreativität, Motivation usw. auswirken. Bin ich als Fotograf umsatzabhängig, kann ich mir nicht aussuchen, welchen Auftrag ich annehme und welchen nicht. Vordergründig sind die Lebenshaltungskosten zu erwirtschaften und die kommen nicht von allein, nur weil ich auf jeder Party Gast bin, tausende Leute kenne und gar schon einen guten Ruf in der Szene habe. 

Fotograf als Individualist? Gut, das kann ich nachvollziehen. Ich bin da ähnlich unterwegs, bin aber auch froh, in bestimmten Situationen eine Zweit- oder Drittmeinung einholen zu können. Dass es zwischen Fotograf und meiner freiberuflichen Tätigkeit Parallelen und Ähnlichkeiten gibt, soll hier an dieser Stelle auch gesagt sein. Eine gewisse Kreativität muss ich auch mitbringen und die seit über 20 Jahren gesammelte Erfahrungen mit dem Umgang mit Menschen möchte ich auch nicht missen.

Wenn ich jemals an den Punkt angekommen sein sollte, wo ich frei entscheiden kann, ob ich die eine oder andere Sache mache, somit freie Entscheidungsgewalt hätte, dann würde ich auch den besten Job der Welt haben. Auch so, wenn mich einer fragen sollte, ich bin Anwalt.

NetObjects kauft Foto-CMS Koken

Das ist die positive Nachricht. NetObjects gedenkt, das CMS auch fortzuführen. Was zukünftig ohne bzw. gegen Entgelt genutzt werden kann, bleibt abzuwarten.

3. Leipziger Fotomarathon

Das Wetter meinte es mit dem Veranstalter und allen Teilnehmern mehr als gut. Es gab Sonne satt. Mit etwas Verspätung gab es am Start die ersten beiden Themen: Füreinander/Miteinander und Weggefährten. Danach folgten Wildnis in der Stadt und pulsierendes Leipzig und zum Abschluss waren Neue Wege und Leidenschaft thematisch abzuhandeln. Dem etwas namentlich kreativlosen Sonderthema Leipziger Lebensadern - Wasser, Energie, Verkehr habe ich mich zum Abschluss meiner 7 1/2 stündigen Marathontour durch Leipzig auch noch gestellt.

Sämtlich Spots habe ich zu Fuß angelaufen und kam mit der Zeit ganz gut zurecht. Für die Teilnehmer gab es nicht nur die Themen, sondern auch Getränke, Snacks und Obst. Obwohl ich mich etwas abseits der zentralen Wegstrecken bewegte, traf ich in regelmäßigen Abständen den einen oder anderen Teilnehmer, manche sogar mehrfach.

Mit den letzten 3 Themen hatte ich anfangs so meine Umsetzungsschwierigkeiten. Von da an ging ich spontan auf Motivsuche. Mit etwas Glück und Auge konnte ich zu allen Themen je ein Foto am Ende einreichen. Bei alkoholfreien Hefeweizen habe ich dann in Schreber's Gartenkneipe meine Bildauswahl getroffen.

Es durften insgesamt nur 8 Bilder auf der Speicherkarte sein. Er hier fiel meiner Zensur leider auch zum Opfer.

Was für mich zählt, ist die gemachte Erfahrung und der Spaß an der Fotografie. Nächstes Jahr werde ich hoffentlich wieder teilnehmen können und vielleicht dann nicht allein auf Motivjagd gehen.

Zu den Siegerfotos 2015