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Brandstiftung

Freunde der Lost Places-Fotografie nehmen solche Meldungen sicher mit Unverständnis und jeder Menge Wut im Bauch zur Kenntnis, dass es total egoistische Idioten gibt, die in leeren Fabrikhalle und Häusern, Hotels und Parks aus unterschiedlichsten Motivlagen heraus Feuer legen. Aktuell prominente Opfer sind der ehemalige Freizeitpark in Berlin, zu dem go2know Fototermine angeboten hat und in Leipzig das Hotel Astoria und eine Fabrikanlage in der Dortmunder Straße. Der Verfall solcher Locations wird damit zusätzlich beschleunigt und die Eigentümer solcher Immobilien werden immer misstrauischer. So versauen ein paar Dumme einer ganzen Fotogeneration die Möglichkeiten, einmalige Fotoobjekte für die Nachwelt festzuhalten.

Beelitz Heilstätten

In der Fofocom-Community bin ich auf den Veranstalter go2know aufmerksam geworden. Dieser bietet u.a. auch Fototouren in den Beelitzer Heilstätten an. Angeregt von einigen Bilder von Usern der Community entschloss ich mich, eine solche Tour am 05.04.2014 zu buchen. Dieses Feeling, in alen Gemäuern umher zu kriechen und deren Verfall fotografisch festzuhalten, interessiert mich sehr. 

Gleichwohl ich meine Erwartungen etwas zurückschraubte, da ich schon gelesen habe, dass das ursprüngliche Flair dort nicht mehr vorzufinden sei. Aber wie so oft, kommt es immer auf den jeweiligen Blick des Betrachters an. Die Tour war organisatorisch top. Freie Beweglichkeit drinnen wie draußen wurde sichergestellt. Die 30 Leute verteilten sich recht schnell im sehr großen Gelände, so dass ich ungezwungen Innen- und Außenaufnahmen nach meinem Geschmack machen konnte. Für den Lost Places-Einsteiger sind die angebotenen Touren durchaus sinnvoll. Für die perspektivische Bildgestaltung sind noch ausreichend Motive vorhanden. Der Kreativität sind vor Ort kaum Grenzen gesetzt. 

Nach 5 Stunden hatte ich für den Moment genug gesehen. Eine Wiederholung könnte ich mir durchaus vorstellen. 

Recht in der Fotografie

Das Thema klingt wenig spektakulär, kann aber einem Fotografen/einer Fotografin das Leben schon ganz schön schwer machen. Trotz der Veröffentlichungswut via Facebook & Co. gibt es ein paar grundsätzliche Dinge zu beachten. Dazu diente der Workshop vom 27.02.2014 in Leipzig. Allgemeines Persönlichkeitsrecht, Recht am eigenen Bild, fremde Urheberrechte, Leistungsschutzrechte, Eigentumsrechte u.v.a.m.davon sollte man schon mal was gehört haben.

Das Wochenende vor dem Workshop begegnete ich auf meiner Tour durch Rackwitz einer alten Dame, die mir aus der 2. Etage heraus untersagen wollte, Fotos von dem Haus zu machen, aus dem sie gerade heraus schaute. Ihr zu erklären, dass cih das selbstverständlich darf, war zwecklos. Gleichwohl gibt es mir ein beruhigendes Gefühl, im Recht gewesen zu sein. Das Eigentumsrecht war nicht verletzt. Ich habe nicht mit einen Teleobjektiv in die kleinste Ecke des Grundstückes (Paparazzi) hinein fotografiert. Aber das konnte die Dame ja nicht wissen.

Mehr zu diesem Thema:

Blende 8 Folge 144 Sprechstunde Fotorecht

Blende 8 Folge 113 Recht für Fotografen/Internet

Blende 8 Folge 83 Sach- und Tierfotografie

Blende 8 Folge 78 Geklaute Bilder - Abmahnung

Lost Places in Leipzig

Es ist schon interessant zu sehen, was sich so alles in dieser Richtung entwickelt und welch tolle Fotos im Rahmen des Wettbewerbs jetzt schon veröffentlicht sind. Dabei sein ist alles. Hier mein Beutrag:

Den vergessenen Orten haben sich auch Arno Specht und Uwe Schimunek angenommen und für Leipzig dieses Buch veröffentlicht.

Die Mansfeld-Werke habe ich mir darauhin gleich vor Ort näher angesehen. Vorteil hier ist, dass sie frei zugänglich sind. Nachteil: Die bauliche Hülle versprüht nur noch einen Hauch des ursprünglichen Charmes solcher Hallen. Ein gutes Motiv geben sie jedoch immer noch ab.

Was es so in und um Leipzig für Lost Places Orte gibt, wird in den drei Folge von GHVM beschrieben.

GVHM

Mein Fotoblog

Seit August 2013 blogge ich nun mit Hilfe von Koken. Die Software steckt zwar noch in der Beta-Phase, bietet mir aber jetzt schon fast alles, was ich zur Veröffentlichung meines Portfolios benötige. Der Blog ist für mich eine Art "Fotolebenslauf" und aktive Auseinandersetzung mit der Gesamtmaterie der digitalen Fotografie. Da stecke ich noch in den Kinderschuhen, was mich bicht davon abhalten würde, Einsteigern davon abzuhalten, es den vielen anderen gleich zu tun. In jedem von uns steckt ein kleines Fotogenie. Einen emotionalen Moment, ein historisches Ereignis, die Entwicklung des eigenen Kindes/der eigenen Familie bldlich festzuhalten, ist absolut spannend, weswegen jeder zur Kamera greifen sollte.

Meine bisherigen Schwerpunkte liegen in der Natur- und Stadtfotografie sowie natürlich der Reisefotografie. Anderen Themenbereichen stehe ich sehr offen gegenüber und schließe nicht aus, das Makro- und Peoplefotografie dazu kommen. Fotografieren bedeutet für mich einfach, meine Umgebung mit anderen Augen zu betrachten und diese bewusster wahrzunehmen und festzuhalten.

Konkreten Vorbildern versuche ich gar nicht erst nachzueifern. Ich lasse mich von einer Vielzahl von Bildern inspirieren und entwickle meine eigenen Gedanken.

Obwohl ich mit der faszinierenden Stadt Leipzig fotografisch ausgelastet sein dürfte, wäre ein Budget für eine vierwöchige Foto-Reise nach Neuseeland oder Island ein Traum. Mein Traum von Kuba habe ich mir 2010 und 2012 schon erfüllt.

Den Fototermin mit Fidel Castro würde ich aber noch nachholen wollen.

Ja, das wollte ich Euch da draußen mitteilen und mich auf der Fotografie-Blog-Bühne präsentieren.

Fotografie-Blog-Buehne