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AV Multivision Show

Für die Präsentation digitaler Bilddateien bieten sich neben Fotobüchern und dem herrkömmlichen Ausdruck und Ordnung in Bilderalben inzwischen auch die Formen der Dia- bzw. AV-Shows an. Mittlerweile gibt es ausgereifte Software, um solche ambitionierten Projekte auch im Consumer-Bereich umzusetzen. Die Gestaltung einer AV-Show sollte auf jeden Fall sorgfältig vorbereitet werden und beginnt eigentlich schon vor einer Feier, Reise oder Fototour.

In der Nachbearbeitung macht es sich bezahlt, wenn man sich unterwegs Notizen, Audioaufzeichnung und Fotos mit geographischen und sonstigen Hinweisen macht. Wer seine Fotos mit GPS-Daten versehen kann, kann anhand dieser Daten eine Fototour sehr gut in Lightrooms Kartenmodul nachvollziehen. Lightroom selbst bietet zwar eine Diashow-Ausgabe mit Musikuntermalung an, jedoch wird der Umfang nicht meinen Ansprüchen gerecht. Somit kommen andere Anbieter zum Zuge.

m.objects Version 7.0 kostet in der Basic-Version 99,00 EUR. Wings Platinum von AV Stumpfl ist in der Basic-Version kostenlos und die Starter-Version beginnt bei 249,00 EUR netto. Magix bietet bietet seine Fotostory 2015 Deluxe für 69,99 EUR und für die Diashow 9 von Aquasoft sind 49,00 EUR fällig.

Für den Privatgebrauch ist die Vertonung einer AV-Show sicher nicht das Problem, wer eine gut ausgestattete Musikdatenbank sein eigen nennt. Will man jedoch einen Kurzfilm, Trailer oder eine ganze Show der Öffentlichkeit präsentieren, sind die Musik- und Urheberrechte zu beachten. Hilfe gibt es hier. Wer kreativ genug ist, kann sich seine Sounds auch selbst, zum Beispiel mit Video Copilot Pro Scores – Baukasten für Filmmusik, komponieren. 
Inzwischen nutze ich m.objects creative in der aktuellen Version 9.5 und bin mit dem Programm sehr zufrieden. Es gibt hier einige - leider viel zu wenige - Tutorials auf Youtube, die den (Wieder)Einstieg erleichtern.
Ergänzt werden die Möglichkeiten durch Google Earth Pro bzw. Google Earth Studio. Damit lassen sich Kamerafahrten oder Luftaufnahmen erstellen, denn mit den Drohnen ist das rechtlich so eine Sache.


Das Salz der Erde


Das Salz der Erde

Das Salz der Erde - ein Porträt und Hommage an den Meister der Sozialfotografie Sebastião Salgado aus der Sicht seines Sohnes Juliano und der seines Bewunderers Wim Wenders. Danke an Michael P. Krampe für diesen Filmtipp. In erschreckend beeindruckender Weise zeigt Salgado seine Sicht auf das alles zerstörenden Wesen Mensch. Er wendet sich von der Menschheit ab und widmet sich der Natur. Er fand nach den schrecklichen Erlebnissen in Afrika und Europa seinen Seelenfrieden in der Aufforstung der Ranch seiner Eltern und erweckte seine Kindheitserinnerungen zum neuen Leben. Damit schließt sich der Kreis seines Lebens.

Die Welt im Sucher

Die Welt im Sucher ist eine Vortragsreihe der Reisefibel - Reisebüro & Buchhandlung in Leipzig, Markgrafenstraße 5. Die Referentenliste kann sich durchaus sehen lassen und mit anderen Veranstaltungen messen. Vorträge von Dirk BleyerReiner Harscher und Petra & Gerhard Zwerger-Schöner sollte man sich wirklich ansehen aber auch richtig einordnen. Um solch beeindruckende Fotoshows erstellen zu können, bedarf es Unmengen an Fotomaterial und Zeit. Der Pauschaltourist wird die atemberaubenden Aufnahmeorte kaum zu Gesicht bekommen und dennoch wecken die Vorträge die Lust, das vorgestellte Land einmal zu bereisen.

Die Vorträge von Dirk Bleyer kann ich persönlich sehr empfehlen. Sein Vortrag über Island hat mich so sehr in seinen Bann gezogen, dass das Video und der Soundtrack dazu gleich in meinen Bestand aufgenommen wurde. Aber auch Südafrika ist ein wahrer Genuss.


Herausforderungen in der Fotografie

Eigentlich bin ich eher der Typ, der sich von seiner Umgebung inspirieren lässt und gehe nicht auf die „Jagd“ nach diversen Motiven. Auch lasse ich mir gern Zeit, eine Idee im Kopf reifen zu lassen oder mir eine Liste zu machen, was und wo ich zukünftig fotografieren möchte. Einen anderen Weg beschreitet da der Leipziger Fotomarathon. Bilder in einer bestimmten Zeit und Reihenfolge an einem Tag zu machen, erscheint mir sehr anstrengend und interessant zugleich zu sein. Quasi unter sportlichen Druck Fotos zu machen, ist ein ganz anderer Ansatz. Ich werde mich mal ernsthaft damit beschäftigen, ob ich mich 2015 einer solchen Herausforderung stellen werde. Schließlich will ich mich ja auch weiter entwickeln.


Brandstiftung

Freunde der Lost Places-Fotografie nehmen solche Meldungen sicher mit Unverständnis und jeder Menge Wut im Bauch zur Kenntnis, dass es total egoistische Idioten gibt, die in leeren Fabrikhalle und Häusern, Hotels und Parks aus unterschiedlichsten Motivlagen heraus Feuer legen. Aktuell prominente Opfer sind der ehemalige Freizeitpark in Berlin, zu dem go2know Fototermine angeboten hat und in Leipzig das Hotel Astoria und eine Fabrikanlage in der Dortmunder Straße. Der Verfall solcher Locations wird damit zusätzlich beschleunigt und die Eigentümer solcher Immobilien werden immer misstrauischer. So versauen ein paar Dumme einer ganzen Fotogeneration die Möglichkeiten, einmalige Fotoobjekte für die Nachwelt festzuhalten.

Recht in der Fotografie

Das Thema klingt wenig spektakulär, kann aber einem Fotografen/einer Fotografin das Leben schon ganz schön schwer machen. Trotz der Veröffentlichungswut via Facebook & Co. gibt es ein paar grundsätzliche Dinge zu beachten. Dazu diente der Workshop vom 27.02.2014 in Leipzig. Allgemeines Persönlichkeitsrecht, Recht am eigenen Bild, fremde Urheberrechte, Leistungsschutzrechte, Eigentumsrechte u.v.a.m.davon sollte man schon mal was gehört haben.

Das Wochenende vor dem Workshop begegnete ich auf meiner Tour durch Rackwitz einer alten Dame, die mir aus der 2. Etage heraus untersagen wollte, Fotos von dem Haus zu machen, aus dem sie gerade heraus schaute. Ihr zu erklären, dass cih das selbstverständlich darf, war zwecklos. Gleichwohl gibt es mir ein beruhigendes Gefühl, im Recht gewesen zu sein. Das Eigentumsrecht war nicht verletzt. Ich habe nicht mit einen Teleobjektiv in die kleinste Ecke des Grundstückes (Paparazzi) hinein fotografiert. Aber das konnte die Dame ja nicht wissen.

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